Ich heiße Svetlana, aber alle nennen mich einfach Sveta. Ich sechsundzwanzig jahre alt. Und noch heute, trotz der jahre, kann ich mir nicht verzeihen, meine mutter. Nicht, weil es grausam oder gleichgültig — im gegenteil, ganz im gegenteil. Er hat getan, was er für richtig hielt, schützt mich und unsere familie. Aber genau das ist seine wahl, hinterließ in mir eine tiefe wunde, die nicht heilen. Dieser groll in mir lebt seit mehr als zwanzig jahren, wie ein splitter, der sich nicht entfernen. Manchmal denke ich: wenn ich könnte zurück gehen, die ich würde darum bitten, darüber nachzudenken, noch einmal, bevor sie mich weg von diesem haus, wo es wärme, trost und mein altes leben.

Ich wurde geboren in einer großen, geschäftigen stadt, wo es schien, dass alles möglich ist. In meinen erinnerungen waren wir eine normale familie, wie so viele. Mein vater arbeitete in der logistik, dann ging sie zu einem internationalen unternehmen — das gehalt wurde gut. Wir hatten eine drei-zimmer-wohnung in einem schönen viertel, ein fremdes auto, reisen in die Türkei, ein asyl, das teuer mit pool und englisch. Meine mutter nicht arbeitete offiziell — war er zu hause und von mir, manchmal nahm bestellungen für nähen vorhänge oder tischdecken. Das haus roch nach kuchen, der kühlschrank war immer voll, und jeden abend nahm mein vater mich mit einem überraschungsei. Es schien, dass alle kinder lebten so. Nur nach wurde mir klar, dass es nicht wahr war.
Mit der zeit, als mein vater begann, beginnend oft mit zur arbeit. Zuerst für ein paar tage, dann wochen. Immer wieder mit geschenken, glücklich, müde, aber freundlich. Ich mochte ihn — roch entfernte städte, straßen, cafés und neuen geschichten. Mit der zeit aber in das haus trat mehr ruhe. Meine mutter redete weniger, war oft in gedanken versunken. Immer häufiger sind sie aber in ihrem zimmer, und ich fühlte, daß sie stritten. Starke worte, vorwürfe, tränen. Ich verstand nicht, was litigassero, aber ich fühlte, dass etwas nicht stimmte. Ich war etwa sechs jahre. In diesem alter nicht wissen, was es ist, ein verrat, eine beziehung zermürbt. Spüre nur, dass die harmonie immer verschwindet.
Und dann, eines nachts, geschah etwas, was änderte sich alles.
Ich wachte auf, um einen schrei aus. Meine mutter weinte. Mein vater, antwortete sie schroff. Dann — eine ohrfeige. Ein klang trocken, scharf, wie ein gürtel auf der haut. Danach — stille. So dicht, dass sogar der atem schien stehenzubleiben. Dann — schluchzen, schritte, rascheln von kleidung. Ich war im bett, mit angehaltenem atem, ohne zu wissen, was zu tun ist. Ich verstand nicht, was passiert war, aber ich fühlte, dass die angst erfüllte den raum.
Am nächsten morgen, als meine mutter packte die koffer. Schnell, fast ohne worte. Steckte meine sachen in den rucksack. Als ich fragte, wohin wir gingen, antwortete er nur: «Von der oma». Sagte er nichts mehr. Ich dachte, es war eine vorübergehende sache. Dass wir wieder bald. Aber wir nicht nie.
Der transfer schien eine flucht. Nichts erklärungen, keine abschiede. Meine mutter verkaufte einige dinge, unterschrieb dokumente, und wir kletterten auf einen zug. Wir wanderten lange durch die stadt, die felder und wälder, bis wir in der hintersten ecke der Russland — in Vologda. Für mich ist diese stadt war unbekannt, kalt-auch im sommer, mit engen gassen und alten häusern aus holz, roch feuchte, kohl und hingabe.
Auch das haus der großmutter war so — alten, dunklen, mit einer vorhalle morsch und teppiche, die hätten weggeworfen werden von zeit. Oma begrüßte uns mit aller härte, trocken, immer mit einem blick misstrauisch. Er schien zu erwarten, eine schande, von einem moment zum anderen. Ich hatte gehofft, es sei nur für kurze zeit. Dass mein vater kommen würde, um uns abzuholen. Sie würden versöhnt. Dass wir wieder zusammen.
Und in der tat kam eine woche später. Ohne vorwarnung, ganz plötzlich. Er hatte eine tasche mit geschenken, die frusciavano in dem papier. Seine stimme war zurückhaltend, voller hoffnung und angst zugleich:
— Gehen wir nach hause“, sagte mama.
Aber sie antwortete nicht. Sein gesicht war unbewegt. Nur seine finger klammerten sich an meine schulter mit so viel kraft, dass sobbalzai von schmerzen.
Du hast mich geschlagen — sagte sie, und jedes wort war wie ein dolchstoß.
Mein vater schäumte, die augen schwer.
— Wurde nur einmal… wut… ich entschuldigte Mich!
Aber meine mutter sah ihn nicht einmal. In seinen augen war mehr als nur eine beleidigung — es war eine entscheidung, die steckdose auch vor dieser begegnung.
Danach versuchte er noch einige monate, kontaktieren sie uns bitte. Kam mit blumen, er schrieb nachrichten hieß. Aber eines tages verschwand. Für immer.
Nur ein jahr später erfuhr ich, dass sie geschieden. Die hatte meine mutter gefragt, lebensmittel. Die geschnitten hatte jede verbindung mit dem mann, der einst liebte.
Die schule in Vologda war nicht der beste. Schimpfwörter geworden war die zweite sprache, die weit vor, dass sie lernen könnte, sie zu addieren. In der dritten klasse die kinder kannten mehr gotteslästerungen, die buchstaben, und in der fünften organisierten rennen reime vulgär während der pause. Unser mathelehrer kam immer mit demselben alten blazer, roch nach cognac wirtschafts-und zitterten die hände. Er schrieb an die tafel, so dass hinter wolken alkohol, und wir, die wir vorgeben, nicht zu bemerken, wie die probleme, die sie haben, in kritzeleien.
Aber auch dort, zwischen grauen und lärm, es waren kleine inseln des lichts — ein altes buch, das Nun in der schulbibliothek, ein pianist, der alte, der uns lehrte, mit geduld „Für Elisa“ auf einem klavier zu vergessen, und ein mädchen aus einer anderen klasse, dass er immer bei mir sein sandwich.
Ich konnte nie zu gewöhnen, auf den strassen, in die häuser, zu diesem gefühl zu leben, ein leben, das nicht meines. Meine mutter fand eine stelle als verkäuferin in einem möbelhaus. Nicht morivamo hunger, aber es war eine andere wirklichkeit — ohne geschenke, ohne reisen, ohne lachen, papa und der duft seines aftershaves.
Am anfang fragte mich: «Wo ist sie? Warum sind wir nicht zusammen? Weil sie nicht vergeben hast?»
Und mutter antwortete immer dasselbe:
«er hat Mir die hand erhoben. Das genügt.»
Ich solang. Nicht ich. Aber in meinem kopf drehte sich eine frage: eine ohrfeige ist wirklich grund, um zu zerstören eine ganze familie? Nicht die schlagen jeden tag. Nicht gedemütigt. Hat nur die kontrolle verloren einmal. Vielleicht könnten sie neu beginnen? Für mich?
Als ich aufgewachsen bin, habe ich versucht, meinem vater über das internet. Ich habe sie gefunden. Er lebte in der stadt, sie war mit einer anderen frau verheiratet, hatten eine tochter. Auf den fotos lächelte, sie hielt das kleine mädchen ging in den park, ging mit ihnen an der bar, verbrachte die wochenenden außerhalb der stadt. Ich sah die fotos und fühlte das herz enger wird. Vielleicht nicht, ich hatte vergessen?
An einem tag habe ich den mut gefunden, und ich habe ihm geschrieben:
«Hallo, papa. Sind Sveta».
Ich antwortete sofort:
«Wie geht es dir? Ich denke oft an dich».
Ich wusste nicht, was antworten. Ich schlug vor, uns zu treffen. Wir haben uns gesehen, wie sie einmal in einer bar — in der nähe von bahnhof. Ich trug ohrringe und eine tafel schokolade. Er sagte, dass ich nicht -. Ich annuivo, hörte auf, aber innerlich war ich leer. Wie spricht man mit jemand, dass ein teil deiner kindheit, aber jetzt ist ein fremder?
Meine mutter hat nie gewusst, von dieser begegnung. Ich habe nichts gesagt. Was sollte ich ihr sagen? Dass ich die menschen, die sie denken, ein verräter? Die noch aussehen, dass sie sagen: «ich bringe Dich zurück nach hause»?
Manchmal scheint mir zu sein, wuchs mit einem innen leer. Nicht, weil mein vater hat uns verlassen hat er nicht. Aber weil meine mutter nicht uns eine chance gegeben. Weder ihr, noch mir, noch bei uns. Er wählte die sicherheit, hat aber nicht speichern wollte. Hat nicht zeit, er hat mich nicht gefragt — zu mir, ein kleines mädchen, das ebenso hatte ein recht auf eine meinung. Papa hatte unrecht. Ja, er hat die kontrolle verloren. Hat sich etwas getan unverzeihlich. Aber das leben ist wirklich nur schwarz oder weiß? Die menschen irren sich. Wollen die auch mal das problem zu beheben. Liebe muss nicht perfekt sein, aber wenn es mindestens einen versuch — es lohnt sich nicht es versuchen?
Aufgewachsen bin ich zu früh. Ich habe gelernt, nicht zu träumen, nicht zu hoffen, zu leben, in grenzen. Ich besuchte ein college, dann fand ich arbeit in einem büro. Vor kurzem bin ich wieder in meiner stadt für arbeit. Ich fand unser haus war unter dem tor und beobachtete die fenster. Es ist mir wieder in den sinn: eines morgens warm, der duft von frischem kaffee, mama im bademantel, eltern, die sich vorbereitet, um zur arbeit zu gehen, und ich — klein, glücklich.
Wie schön es war, damals…
Wenn ich doch nur zurück zu diesem zeitpunkt. Wenn ich könnte schreien: «geht Nicht! Parlatevi!» Aber in sechs jahren kann man nicht sein richter. Mama entschied sich für die sicherheit. Papa — freiheit. Und ich blieb in der mitte. Zwischen kindheitserinnerungen und die missstände im erwachsenenalter.
Und noch heute weiß ich nicht, ob ich vergeben. Vielleicht auch nicht.