Margarita ging einen entscheidenden Schritt zu ihnen. Jeder Schritt spiegelte Wut, Beruf und Bitterkeit in sich wider. Ein paar Meter vor ihr standen Luke und Sophia — beide überrascht, erstarrten, als kämen sie in einen Rahmen eines Films, dessen Ende sie nicht vorhergesehen hatten.
Luca ließ den Koffer aus der Hand. Sein Gesicht ist blass geworden. Er sah Margarita so an, als ob er nicht glaubte, dass sie wirklich vor ihm stand.
– Gretel… es ist nicht so, wie du denkst… er begann unsicher.
– wirklich? sie unterbrach ihn mit eisigem Ton. – Stimmt das nicht? Also hast du nicht vorgegeben, krank zu sein? Hast du ihr keine Nachricht geschickt, als du mich um mehr Tee gebeten hast?
Sophia ist etwas zur Seite gegangen. Ihr Gesicht bekam eine rote Bete, und ihr Blick fiel auf den Boden.
– Ich habe monatelange Ersparnisse und Planungen in diese Reise investiert. All dies, damit Sie sich ausruhen können, damit wir Zeit miteinander verbringen können. Und du? Du liegst wie ein Grippeopfer und gehst am nächsten Tag zu ihr?
Luke versuchte sich zu nähern, aber Margarita hob ihre Hand und hielt ihn mit einer Geste an.
– Bleib weg. Kein Wort mehr. Versuchen Sie nicht, es zu erklären. Jedoch… was soll ich erklären?
Auch Alice, Margaritas Schwester, die nur wenige Schritte von ihm entfernt stand, sah ihn mit unverhohlener Verachtung an.
